Tipps und Trends im Küchenbereich

Die perfekt geplante Küche

Stundenlang schnibbeln und brutzeln, gemütlich mit der Familie am Tisch sitzen oder mit Freunden am Tresen ein Glas Wein genießen ... Für viele ist die Küche das Zentrum des Hauses, wo alle gern zusammenkommen. Umso wichtiger ist ihr Herzstück – die Einbauküche. Wer sich eine neue zulegen will, hat die Qual der Wahl. Küchenzeile oder L-Form? Rustikaler Landhausstil oder moderner City-Chic? Backofen auf Griffhöhe oder klassisch auf dem Boden stehend? Elektro-, Gas- oder Induktionskochfeld? Die Auswahl ist riesig und will gut überlegt sein, schließlich gehört die Einbauküche zu den größeren Investitionen in den eigenen vier Wänden und bleibt locker zehn oder sogar zwanzig Jahre in Benutzung. Unpraktische Details oder zu empfindliche Fronten werden da schnell zum Ärgernis. Mit unseren Tipps sind Sie für den Küchenkauf bestens gerüstet

Der richtige Standort

Die räumlichen Gegebenheiten sind die Basis jeder Küchenplanung. Auf zehn Quadratmetern lässt sich nun mal in der Regel keine freistehende Kochinsel integrieren und ein schmaler Raum verträgt keine Ecklösung. Kompetente Beratung bei der Form Ihrer Wunschküche bietet ein Küchenfachverkäufer. Bringen Sie zum Erstgespräch einen Grundriss des Raumes mit, auf dem alle Maße, Anschlüsse und Steckdosen verzeichnet sind. Eine Stolperfalle sind beispielsweise Neuinstallationen von Wasser- oder Stromanschlüssen. Die werden nötig, wenn Spülbecken oder Kochstelle nicht mit den tatsächlichen Gegebenheiten in der Küche übereinstimmen. Achten Sie außerdem auf die Platzierung von Backofen und Kühlschrank. Stehen beide unmittelbar nebeneinander, treibt dies die Energiekosten unnötig in die Höhe.

Die neuen A-Klassen

Bei der Auswahl von Herd, Backofen und Geschirrspüler lohnt sich ein Blick auf die Energieeffizienzklassen. In der EU tragen alle Küchengroßgeräte ein Label, das die Stromfresser unter ihnen entlarvt. Die Einstufung erfolgt nach dem Ampelprinzip: Grün signalisiert besondere Sparsamkeit, Rot heißt: hoher Energieverbrauch. Weil sich diese Kennzeichnung für Kühlgeräte, Geschirrspüler und Co. bewährt hat, wurde sie im Januar 2015 auch bei Abzugshauben eingeführt. Insgesamt gibt es sechs verschiedene Klassen von A (grün) bis G (rot). Anfang 2016 wird auf A+ umgestellt, langfristig soll die Skala nur noch von A+++ bis D reichen, da E-G-Gerätetypen ab Januar 2016 verboten sind.

Das richtige Kochfeld finden

Wer sich zwischen einem Gas-, Elektro- oder Induktionsherd entscheiden muss, sollte zunächst seine Kochgewohnheiten analysieren. Wer gerne und häufig am Herd steht, schwört möglicherweise auf Gas, da Töpfe und Pfannen so schnell auf Temperatur kommen und beim Abschalten die Wärme schnell verschwindet. Eine Alternative sind Induktionskochfelder. Weil sich die Wärme ausschließlich auf den Topfboden konzentriert, entscheiden sich gerade Familien mit kleinen Kindern für diese Art des Kochens. Beim Backofen haben sich Modelle bewährt, die in Griffhöhe eingebaut sind. Sie haben den Vorteil, dass lästiges Bücken entfällt und der Kuchen oder Braten immer im Blick sind.

Koch- und Arbeitsinseln

Kochblock und Tresen sind beliebte Gestaltungselemente offener Küchen, denn sie übernehmen die Raumteilerfunktion zwischen Koch- und Wohnbereich gleich mit. Im Idealfall sind Inseln so platziert und ausgestattet, dass von zwei Seiten gekocht werden kann. Eine Alternative sind Arbeitsblöcke, die zwar keine Geräte enthalten, aber zusätzliche Arbeitsfläche und Stauraum bieten. Da Installation der Anschlüsse entfallen, sind sie weniger aufwändig und günstiger zu realisieren. Eine „Halbinsel“ oder ein Tresen sind top, wenn wenig Platz zur Verfügung steht.

Kurze Wege

Die Anordnung von Herdplatten, Ofen, Kühlschrank, Spüle und Arbeitsfläche wählen Sie am besten nach Ihrer eigenen Arbeitsweise in der Küche. Bewährt hat sich folgende Reihenfolge: Kühlschrank, Spüle, wo Gemüse und Fleisch gewaschen und geputzt wird, großzügige Arbeitsfläche und danach Herdplatten und Backofen. Dadurch entsteht ein harmonischer Arbeitsablauf und Sie sparen sich unnütze Wege. Für große Küchen bieten sich Insellösungen an, die zum Beispiel als Koch-, Spül- oder Vorbereitungszentrum dienen.

Stichwort: Ergonomie

Wer mit Rückenproblemen zu kämpfen hat, braucht nicht nur am Arbeitsplatz ergonomische Möbel, sondern auch in der Küche. Wichtig ist die optimale Arbeitsplattenhöhe. Eine Küche mit hohem Sockel entlastet Wirbelsäule, denn Sie stehen automatisch aufrecht und Ihre Arme haben den optimalen rechten Winkel um beispielsweise Gemüse zu schneiden. Bei Kochen wiederum empfiehlt sich ein abgesenktes Kochfeld, um eine optimale Armhaltung zu erreichen. Unser Tipp: Lassen Sie die für Sie optimale Arbeitshöhe am besten von einem „Ergonometer“ im Küchenfachgeschäft ermitteln. Entscheidend ist nicht allein die Körperlänge, sondern die Höhe des rechtangewinkelten Ellenbogens.


Clevere Küchen Ideen

Wie schön und praktisch es doch hinter den Fronten von Küchenschränken zugehen kann. In puncto Stauraum und Ordnung lassen moderne Auszüge und Schubladen nichts zu wünschen übrig. Spezielle Einsätze für Gewürze, Besteck, Töpfe und Co. sorgen dafür, dass alles seinen festen Platz hat und schnell griffbereit ist. So macht das Kochen und Backen gleich doppelt Spaß.

Geordnete Verhältnisse

Das Innenleben von Schränken trägt entscheidend zum Komfort in einer Küche bei. Wenn alles seine Ordnung hat, fällt es Hobbyköchen leicht, in der Küche den Überblick zu behalten. Besonders praktisch sind Schubladen mit Einsätzen aus Holz, Kunststoff oder Metall. Ob Besteckeinsatz, Teller- oder Topfhaltesystem – alle Ordnungshelfer gibt es in unterschiedlichen Breiten passend zur jeweiligen Schublade.

Brot richtig lagern

Kühl und trocken – so mögen es Brot und Brötchen am liebsten. Wer Platz auf seiner Arbeitsplatte hat, kann beides in einem schicken Brotkasten aufbewahren. Eine Alternative in kleineren Küchen ist ein Auszug, in den ein Brottopf integriert ist.

Getränkekisten unsichtbar verstauen

Besonders platzsparend und praktisch sind Spülenunterschränke, in denen nicht nur diverse Reinigungsmittel ihren Platz finden, sondern auch der Mülleimer. Wenn verschiedene Behälter integriert sind, lassen sich Altpapier, Umverpackungen und Speisereste problemlos trennen – der Umwelt zuliebe. Unser Tipp: Wer keine Getränkekisten rumstehen haben möchten, kann seinen Unterschrank mit einem Großraumauszug planen lassen. Darin finden Wasserflaschen und Bier ein Zuhause – zumindest so lange, bis Sie in den Kühlschrank oder auf dem Esstisch landen.

Platz ist in der kleinsten Ecke

Ungenutzte Ecken in Räumen sind wahrhaft eine Verschwendung! Gerade in der Küche lassen sie sich mit wenig Aufwand sinnvoll nutzen. Ein Rollwagen aus Holz beispielsweise füllt den Platz ideal aus. Ist er mit Schubladen, Ablageflächen und Schneidebrett ausgestattet, wird er schnell zur unverzichtbaren mobilen „Küchenhilfe“. Der Clou: Dank seiner Rollen ist der Wagen immer da, wo man ihn gerade braucht. Es gibt aber auch fest installierte Lösungen, die den verschenkten Raum nutzbar machen: Eckschränke mit schwenkbaren Halbkreisdrehböden und schmale Apothekerschränke sind echte Stauraumwunder und bei Einbauküchen besonders beliebt.

Licht ist nicht gleich Licht

Eine Grundbeleuchtung an der Decke ist ein Muss für jede Küche. Ergänzt werden sollte diese durch weitere Lichtquellen über den Arbeitsflächen. Spots können in die Böden von Hängeschränken integriert werden und spenden Helligkeit beim Schneiden von Gemüse & Co. Stimmungsvolles Licht lässt sich am besten mit (dimmbaren) Lichtleisten realisieren. Besonders in offenen Küchen kommt dieses indirekte Licht schön zur Geltung. Noch ein Tipp zur Abzugshaube: Achten Sie beim Kauf darauf, dass eine Leuchte integriert ist. Sie zaubert Ihnen auf Knopfdruck Licht in Ihre Kochtöpfe.