Tipps & Trends
Wohnkultur ist Lebenskultur. Sich in den eigenen vier Wänden zeitgemäß und stilvoll einzurichten, ist eine Frage von Wohlfühlkomfort. Gönnen Sie sich das gewisse Etwas, mit dem aus einem nüchternen Ambiente Ihr individueller Wohn- und Lebensraum wird. Worauf Sie dabei achten sollten, wie Sie Ihre maßgeschneiderte Einrichtung finden und was es an neuen Trends und Tendenzen gibt, verraten wir Ihnen auf diesen redaktionellen Seiten.
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Kindersitze
Hauptsache sicher
Einen geeigneten Kindersitz zu kaufen, ist eine Wissenschaft für sich. Das Angebot ist groß und die einzelnen Systeme sind oft sehr unterschiedlich. Als Richtlinie gilt: Orientieren Sie sich vor allem am Gewicht des Kindes – und daran, wie gut sich der Sitz in Ihrem Auto montieren lässt.
Kinder fahren im Auto in einem geeigneten Sitz am Sichersten – das zeigen aktuelle Unfalluntersuchungen. Demnach haben ungesicherte Kinder ein siebenmal erhöhtes Risiko, schwere bis tödliche Verletzungen zu erleiden. Welcher Sitz der Richtige ist, hängt von der Größe und dem Alter des Kindes ab. Fünf Gewichtsgruppen stehen zur Auswahl: 0, 0+, I, II, III. Erst wenn die Kids das zwölfte Lebensjahr vollendet haben und größer als 150 Zentimeter sind, dürfen sie ohne zusätzlichen Sitz mitfahren. Die einzelnen Gewichtsgruppen im Detail:
Gruppe 0 (bis 10 kg) und 0+ (bis 13 kg)
Die so genannte Babyschale ist der erste Autositz, den die Kleinen kennenlernen. Sie wird gegen die Fahrtrichtung montiert und muss vom ersten Lebenstag an immer dabei sein. Ob das Baby auf dem Beifahrersitz oder auf der Rückbank mitfährt, bleibt jedem selbst überlassen. Allerdings muss sich vorne der Airbag ausschalten lassen. Außerdem wichtig: Das Kind sollte so lange wie möglich in diesem rückwärts gerichteten Schutzsystem befördert werden. Denn die Babyschale stützt den schweren Kopf-, Hals- und Rückenbereich großflächig ab und bietet so bei Frontalunfällen einen sehr guten Schutz. Babyschalen der Gruppe 0 sind laut Hersteller bis zu einem Alter von ungefähr neun Monaten nutzbar, die Gruppe 0+ bis zu 18 Monate. Deshalb gehören heute fast alle Babyschalen der Gruppe 0+ an.
Gruppe I (9 – 18 kg)
Wenn der Kopf des Kindes nicht mehr sicher innerhalb der Sitzschale liegt, sondern bereits die Höhe des Schalenrandes erreicht, ist es Zeit, zum nächst größeren Sitz zu wechseln. Die so genannte Sitzschale hält dann je nach Größe des Kindes ungefähr bis zum vierten Geburtstag. Angeboten werden Systeme mit Hosenträgergurt, die meist eine relativ gute Schlafposition bieten, sowie welche mit Fangkörper. Der Vorteil: Bei einem Frontalunfall sind die Belastungen für das Kind meistens geringer. Bei beiden Systemen sollte das Kind immer gut gesichert sein, das heißt, die Gurte straff gezogen sein. Darüber hinaus sollte es selbstverständlich sein, dass die Sitzschale so fest wie möglich sitzt und korrekt eingebaut wurde. Achtung: Selbst ein von unabhängigen Prüfinstituten mit sehr gut getesteter Sitz muss nicht die beste Wahl für Ihr Auto sein. Testen Sie beim Kauf, ob Ihr Favorit zu Ihrem Fahrzeug passt – und wie wohl sich Ihr Kind darin fühlt. Danach entscheidet sich, ob Sie einen vorwärts gerichteten Sitz, ein Reboardsitz, der gegen die Fahrtrichtung eingebaut wird, oder ein Isofix-System wählen. Ein Sitz mit Isofix ist immer dann möglich, wenn Ihr Autos das anbietet. Falls Sie unsicher sind: Schauen Sie in die Gebrauchsanweisung oder fragen Sie im Fachhandel nach.
Gruppe II/III (15 – 25 kg bzw. bis 36 kg)
Die so genannten Sitzerhöhungen gibt es mit und ohne Rückenteil bzw. Schlafstütze. Generell empfiehlt es sich, so lange wie möglich ein Sitz mit Rückenteil zu verwenden, da hier der Kopf nach hinten besser gestützt ist und ein besserer Seitenschutz gegeben ist. Angeschnallt werden die Kinder in der Sitzerhöhung mit dem normalen Dreipunkt-Sicherheitsgurt. Aufgepasst: Der Gurt muss immer mittig über der Schulter des Kindes verlaufen – auch wenn es schläft. Achten Sie darauf, dass die Gurt-Aufrollautomatik den Gurt bei Bewegungen des Kindes straff zieht. Die Gruppe II ist ungefähr bis zum siebten Lebensjahr, die Gruppe III bis zum 12 vorgesehen.





